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Meerkat
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Online-Shopping

Beitrag von Meerkat » 7. April 2019, 12:46

Ein Artikel auf BBC.com hat mir etwas zu denken gegeben
Microsoft's eBook store: When this closes, your books disappear too
There’s bad news for users of Microsoft’s eBook store: the company is closing it down, and, with it, any books bought through the service will no longer be readable.

To soften the blow, the company has promised to refund any customers who bought books through the store (a clue that there may not have been that many of them, hence the closure. Microsoft did not offer further comment).

But just think about that for a moment. Isn’t it strange? If you’re a Microsoft customer, you paid for those books. They’re yours.
Eigentlich ist der Fall ja klar: Bei einem E-Book ist man nicht Eigentümer, sondern nur Besitzer des Buches (siehe Unterschied Besitz/Eigentum). Apps (zu alten Zeiten auch Programme genannt) kann man nicht kaufen, sonern nur lizenzieren.
Der Sachverhalt bei E-Büchern ist also ähnlich wie bei der guten alten Bibliothek (gibt es solche noch?). Beim Ausleihen wird man (temporärer) Besitzer, jedoch nicht Eigentümer eines Buches.
Mir scheint, dass dies kein echtes Problem ist, da man ja über ein geeignetes Programm das Buch beim Lesen lokal als .pdf speichern kann.
Interessanter dagegen die Bemerkung am Schluss des Artikels
.
You, the consumer, may be fine with all this right now. But with the 5G boom about to hit, experts will tell you we’re set to see a massive increase in connected devices and appliances, many of which we’ll probably only be able to license, rather than own.

Taking a book away is, at worst, mean-spirited. But in the future, what if we start to see more consequential belongings in our lives ceasing to operate? Should tech giants reserve the right to take away something we have paid for, just because they’re not making as much money as they’d hoped?
Internet of Things (IoT) ein interessantes Thema, auch für Investoren.
Der Stuhl auf dem ich sitze ist NOCH nicht dem Internet verbunden. Eines Tages wird er vielleicht über 5G durch Huawei auf Geheiss der chinesischen Regierung gehackt?

fritz
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Re: Online-Shopping

Beitrag von fritz » 8. April 2019, 12:50

Darum bin ich noch ein Sammler im alten Stil und kaufe mir sogar noch Musik auf CDs.

Gruss
sammelfritze
Zuletzt geändert von fritz am 9. April 2019, 09:08, insgesamt 1-mal geändert.
Egal ob Angsthase, Pragmatiker, Egoist oder Realitätsverweigerer:
Corona hat Euch alle lieb!

Xeno
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Re: Online-Shopping

Beitrag von Xeno » 8. April 2019, 22:14

Man kann, am Rande bemerkt, sehr wohl Eigentümer von digitalen "Entitäten" ("Dateien") sein, aber oft ist man es eben nicht. Es kommt auf die AGBs an, und die liest ja keiner, was begreiflich ist: Einige sind inzwischen ausgedruckt mehrere hundert (!) Seiten lang.

Das ist durchaus ein Problem.

Lg X.

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Meerkat
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Offline-Shopping, Online Ordering

Beitrag von Meerkat » 6. Oktober 2019, 08:33

Onlinehändler eröffnen fleissig Läden
Home 24, Amazon, Zalando: Online-Unternehmen setzen neu auf Läden. Warum sich das trotz Flaute im Detailhandel für sie lohnt.
Dieser Trend war vorauszusehen. Immer mehr Leute benützen die Detailhandelsverkausstellen (vor allem Warenhäuser) nur noch als Ausstellungsorte. Bestellt wird dann online zu einem oft erheblich günstigeren Preis (siehe Beispiel Calida, wo sogar der Lieferant seine Engros-Kunden unterbietet)
Ein anderer Aspekt dieser Offline Strategie: Kundenbindung
So wie Home 24 weiten in den letzten Jahren auch andere Online-Only-Unternehmen ihre Strategie in den stationären Handel aus: Der Onlineriese Amazon, die Berliner Fashionplattform Zalando, der dänische Möbelhändler Sofacompany, das Matratzen-Start-up Casper oder die Frühstücksflocken-Mixer von Mymuesli.com – sie alle haben ihren Weg in die reale Welt gefunden. Ihre Ziele heissen: Kundenbindung und Wachstum.

«Online-first-Unternehmen lassen sich in erster Linie nicht stationär nieder, um einen weiteren Verkaufspunkt zu haben, sondern um dem Kunden ein weiteres Erlebnis oder Service zu bieten», sagt Konsumforscherin Marta Kwiatkowski vom Gottlieb-Duttweiler-Institut. Für die Unternehmen wie Zalando oder Home 24 sei es eine Ergänzung zu ihrem gesamten Ökosystem – und ein Marketingtool. Denn in erster Linie geht es um Kundennähe.

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