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fritz
Kurs SRAIL 48.06 (-1 %, SMI -0,5 %). Reiner Zufall, oder?Der Zughersteller Stadler holt Doris Leuthard in den Verwaltungsrat. Die ehemalige Bundesrätin soll an der Generalversammlung am 30. April gewählt werden, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag hiess.
Noch nicht einmal ein Jahr ist es her, dass Doris Leuthard ihr Bundesratsamt abgegeben hat. Und schon nimmt sie das zweite umstrittene Mandat in einem Verwaltungsrat an. Offenbar fehlt es der Ex-Magistratin an der nötigen Sensibilität.
Im Februar, kaum zwei Monate nach ihrem Rücktritt, entschied sie sich für den Einsitz im Coop-Verwaltungsrat, und nun lässt sie sich für ein Mandat des Bahnherstellers Stadler gewinnen. Während bei Coop vor allem die zeitliche Nähe zum Bundesratsrücktritt irritierte, ist es nun der enge Bezug zu Leuthards früherer Tätigkeit.
Niemand kann ernsthaft bestreiten, dass die frühere Verkehrsministerin über Fachwissen und Beziehungen verfügt, die dem Bahnhersteller nützen, etwa im Wettbewerb um Aufträge. Stadler Rail verkauft seine Bahnen vor allem an staatsnahe Unternehmen, unter anderem auch in der Schweiz
«Bundesräte sollen auf eine Tätigkeit, bei der Interessenkonflikte aufgrund des früheren Amtes entstehen können, verzichten»: So steht es wortwörtlich im Verhaltenskodex für Bundesräte.
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